Tierklinik St. Pölten / Story des Monats “Luna”

Story des Monats “Luna”

Wir euch die süße Luna vorstellen! Bei Luna wurde eine angeborene Gefäßmissbildung in ihrer Leber diagnostiziert (intrahepatischer Shunt).
Bei einem Lebershunt handelt es sich um eine Gefäßanomalie, über die das Blut aus der Pfortader unter Umgehung des Lebergewebes direkt zur Hauptvene fließt. Weil das Blut nicht durch die Leber strömt und dort gefiltert und entgiftet wird, bevor es über das Herz in den Kreislauf gepumpt wird, kommt es zu einer schleichenden Vergiftung.
Die Verdachtsdiagnose wird in der Regel durch Labortests sowie eine Ultraschalluntersuchung gestellt. Eine Bestätigung der Diagnose folgt mittels Kontrastmittel-Computertomografie. Hierbei wird zudem geklärt, welches Gefäß und in welchem Ausmaß dies betroffen ist, um die Art der Op planen zu können.
Da viele Lebershunts angeboren sind, treten erste Symptome bereits sehr früh auf. Als erste Anzeichen gelten Lethargie, Erbrechen, Durchfall, starker Durst, Harnwegsinfekte, Harnsteine, Wachstumsstörungen, sowie neurologische Ausfälle (Gang- und Koordinationsstörungen, Krampfanfälle, Orientierungslosigkeit, Pressen des Kopfes an Gegenstände).
Ein chirurgischer Eingriff, bei dem der Shunt verschlossen wird, ist bei dem Großteil der Patienten unumgänglich.
Oft kann der Lebershunt allerdings nicht auf einmal verschlossen werden, weil sich die unterentwickelte Leber erst wieder an den vermehrten Blutfluss gewöhnen muss. Durch bestimmte Op-Methoden wird ein langsamer Gefäßverschluss erreicht.
Erfolgt die Op früh genug, ist die Prognose sehr gut. Normalerweise erholt sich die Leber innerhalb von 2-4 Monaten und wächst wieder.
Luna hat ihre Op gut überstanden und ist unserem Team sehr ans Herz gewachsen! Wir drücken fest alle Pfoten, dass ihre Rekonvaleszenz weiterhin so gut voranschreitet!
2021-03-04T10:52:28+00:0004/03/2021|