Dermatologie2020-06-11T10:37:24+00:00

Dermatologie

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Die Haut ist das größte Organ des Körpers . Und doch wird ihre Bedeutung und Auswirkungen von Erkrankungen der Haut unterschätzt.

Hautprobleme stellen eine häufige Indikation für einen Besuch beim Tierarzt dar. Es gibt eine Vielzahl von Erkrankungen, welche zu Veränderungen an Haut und Haarkleid führen können. Juckreiz, Haarausfall, Krusten und Rötungen sind nur eine Auswahl an Symptomen, die die Lebensqualität massiv beeinträchtigen können.

Auch die Ursachen sind sehr vielfältig. Häufig kommen Hautparasiten und Infektionen vor, jedoch stellen auch Allergien auf Futter oder Umweltallergene ein zunehmendes Problem dar. Aber auch Tumore, autoimmune Erkrankungen und angeborene Probleme sind Ursachen für Veränderungen der Haut.

Diagnose

Um eine Diagnose stellen zu können sind in der Dermatologie sowohl Geduld als auch die richtige Probennahme gefragt.

Abhängig vom Erscheinungsbild der Haut wählt der behandelnde Tierarzt die notwendigen diagnostischen Schritte aus.

Kämmen

Schon das Durchkämmen des Fells mit einem speziellen enggezinkten Kamm kann erste Hinweise auf die Ursache der Hautprobleme geben. Flohkot kann so nachgewiesen werden und auch Schuppen können so für weitere Untersuchungen gewonnen werden.

Wood Lampe

Mit ultraviolettem Licht lassen sich ca. 60 % der Pilze darstellen. Positiv ist diese Untersuchung nur, wenn eine deutliche grüne Fluoreszenz erkennbar ist.

Abklatsch

Handelt es sich um nässende, krustige, blutige oder fettige Hautveränderungen wird ein Objektträger auf die betroffene Stelle gedrückt, um Zellmaterial zu gewinnen. Dieser kann sowohl nativ (ohne Färbung) als auch gefärbt im Mikroskop betrachtet werden.

Klebestreifenmethode

Sind Schuppen vorhanden, können diese mit einem Klebestreifen entnommen und danach weiter untersucht werden.

Oberflächliches Hautgeschabsel

Für bestimmte Parasiten oder zur Probengewinnung für die zytologische Untersuchung wird ein oberflächliches Hautgeschabsel durchgeführt. Mit einer Skalpellklinge wird oberflächlich Material von der Haut abgetragen und danach mikroskopisch beurteilt.

Tiefes Hautgeschabsel

Mit dieser Untersuchungsmethode lassen sich Demodex-Milben nachweisen. Hierfür muss mit einer Skalpellklinge die Haut so lange geschabt werden bis es zu einer leichten Blutung kommt. Anschließend wird das Material auf einen Objektträger aufgebracht und unter dem Mikroskop beurteilt.

Trichoskopie

Liegt der Verdacht auf einen Pilzbefall oder Veränderungen der Haarstruktur nahe, werden mit einer Klemme Haare auszupft, auf einen Objektträger verbracht und in einem speziellen Öl gebettet, um danach beurteilt zu werden.

Pilzkultur

Kann ein Pilz mittels Wood-Lampe nicht nachgewiesen werden und steht der Verdacht dennoch im Raum, wird eine Pilzkultur angelegt. Material hierfür können Haare oder Schuppen sein.

Feinnadelaspiration

Handelt es sich um knotige Hautveränderungen, ist es notwendig mit einer dünnen Nadel Zellen zu gewinnen, um diese danach mikroskopisch beurteilen zu können. Diese Probennahme wird von unseren Patienten sehr gut toleriert und ist von der Invasivität mit einer Impfung zu vergleichen.

Biopsie

Dies ist die genaueste, aber auch invasivste Probennahme in der Dermatologie. Mit einer Hautstanze wird Gewebe entnommen und von einem Spezialisten histologisch untersucht. Je nach Lokalisation kann es möglich sein, dass eine Biopsieentnahme nur mit Lokalanästhesie möglich ist. Meist muss das Tier allerdings in eine kurze Narkose gelegt werden um die Proben lege artis zu entnehmen.

All diese Untersuchungen helfen uns, zu unterscheiden worum es sich handelt und was die Ursache für die Veränderungen ist. Während in vielen Fällen die schnell durchzuführenden Untersuchungen reichen, ist es in einigen Fällen nötig, die diagnostischen Methoden Schritt für Schritt abzuarbeiten, um dem Patienten die adäquate Therapie zukommen lassen zu können.

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden dann im Zusammenhang mit dem Erscheinungsbild und dem Vorbericht beurteilt. Während man manche Erkrankungen mit Medikamenten behandeln kann, ist es gerade in der heutigen Zeit, in der Allergien ein immer größeres Thema werden, oft notwendig, das Management rund um die Fütterung, Ektoparasitenprophylaxe und Versorgung Ihres Vierbeiners zu besprechen und Veränderungen vorzunehmen.

Behandlungsmöglichkeiten in der Dermatologie

So vielfältig die Auslöser von Hautproblemen sind, so unterschiedlich sind auch die Behandlungsoptionen. Oben angeführte diagnostische Maßnahmen sollen uns helfen, eine adäquate Behandlung zusammenzustellen.
Oft sind es verschiedenste Managementfaktoren, die hier zusammenspielen müssen. Während bei vielen Erkrankungen eine direkte Behandlung der Grundursache erfolgen kann (zB. Pyodermien, Ektoparasitenbefall, etc.) müssen bei anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel Allergien, die Haltungs- und Fütterungsfaktoren optimiert werden.
Eine Therapie mit antibiotischen und immunsuppressiven Medikamenten kann (temporär) notwendig sein, soll in der Regel aber auf ein Minimum beziehungsweise eine lokale Anwendung reduziert werden.

Häufige Hauterkrankungen bei Hund und Katze

Parasitäre Erkrankungen

Die Bandbreite an Parasiten, die Hautprobleme verursachen können ist groß. Flöhe, Läuse und verschiedenste Milben können unseren Vierbeinern Probleme machen. Während manche Parasiten durch den Kontakt mit anderen Vierbeinern übertragen werden, befinden sich andere, wie zum Beispiel die Demodexmilbe, schon von jungem Alter an auf Hunden und werden durch eine Immunsuppression verschiedenster Ursache klinisch relevant. Die klinischen Symptome variieren von alleinigem Juckreiz bis hin zu massiven Hautveränderungen, wie Rötungen und Krustenbildung. Je nach Parasit können auch unterschiedliche Hautareale befallen sein.

Bakterielle Erkrankungen

In der Regel treffen wir bakterielle Infektionen der Haut nur dort an, wo prädisponierende Faktoren Vorarbeit leisten. Wir diagnostizieren sie oft in Verbindung mit Verletzungen, Insektenbisse, Allergien oder metabolischen Erkrankungen. Auch anatomische Gegebenheiten (Hautfalten, etc.) können prädisponierend für bakterielle Infektionen sein. Dann führen sie zu Entzündungen der Haut, die oberflächlich oder tief sein können. In der Regel ist das klinische Bild durch gerötete, haarlose (alopetische), nässende und krustig veränderte Hautareale gekennzeichnet. Auch Juckreiz wird meist beschrieben.

Demodex unter dem Mikroskop

Pilzerkrankungen

Eine Pilzerkrankung steht fast immer auf unserer Liste der möglichen Erreger einer Hauterkrankung. Das klinische Bild ist sehr variabel. Es kann sich um runde, haarlose Stellen mit wenig Juckreiz handeln. Auch eine Verbreitung über den gesamten Körper und das Vorkommen von Juckreiz ist möglich. Wichtig ist auch immer mitzuteilen, dass Menschen oder Tiere im gleichen Haushalt auch Veränderungen aufweisen

Autoimmunerkankungen

Unter diese Erkrankungen fallen jene, bei denen sich das Immunsystem gegen körpereigene Zellen oder Strukturen richtet. Je nach Erkrankung, können verschiedenste Zellen betroffen sein.

Beim Pemphigus-Komplex werden die Verbindungen zwischen den Zellen angegriffen. Hierdurch kommt es zu Defekten zwischen den Zellen und zur Ablösung derer, wodurch sich Bläschen auf der Haut bilden.

Lupus erythematodes ist eine weitere Erkrankung, bei der das Immunsystem Antikörper gegen das körpereigene Gewebe bildet. Typisch sind Veränderungen am Nasenspiegel, die durch UV-Licht schlechter werden. Es kommt zur Depigmentierung und Rötung des betroffenen Bereiches. Auch mukokutane Übergänge, das heißt von Schleimhaut und Haut, können betroffen sein. Auch hier ist eine Biopsie für die Diagnosestellung wichtig.

Allergien

Verschiedenste Allergien werden immer häufiger in der Veterinärmedizin. Neben Problemen mit Umweltallergenen konfrontieren uns auch immer öfter Futtermittelallergien. Während meist Probleme der Haut im Vordergrund stehen, können auch gastrointestinale Symptome (Erbrechen, Durchfall) damit einhergehen.

Otitis externa

Unter der Otitis externa versteht man eine Entzündung des äußeren Gehörganges. Für diese Erkrankung sind verschiedene Ursachen bekannt. Während in manchen Fällen infektiöse Ursachen auslösend sind, können auch anatomische Gegebenheiten (enger Ohrkanal, hängende Ohren, etc.), Fremdkörper oder Neoplasien das Problem verursachen.

Tumorerkrankungen

Das Wort Tumor beschreibt im eigentlichen Sinne nur eine Geschwulst, also eine Vermehrung von Gewebe. Umgangssprachlich verstehen wir unter Tumor bösartige Gewächse, die multiple Erscheinungsformen und Auswirkungen auf den Körper haben. Auch Hautveränderungen können neoplastischer Ursache sein. Häufige Tumorerkrankungen der Haut:

  • Plattenepithelkarzinom
  • epitheliotropes Lymphom
  • kutanes Histiozytom

Ansprechpartner für Dermatologie

Mag. Nicole Klausner

Dermatologie
Onkologie

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