Tierklinik St. Pölten / Subaortenstenose
Subaortenstenose2020-03-26T00:31:47+00:00

Dr. Melanie Hutter

Kardiologie und Endokrinologie

Sub-/ Aortenstenose

Zusammenfassung

Die Aortenstenose ist eine angeborene oder erworbene Verengung der Aortenklappen, die das Ausströmen des Blutes aus der linken Hauptkammer des Herzens behindert.

Definition

Anhand der Lokalisation dieser Verengung unterscheidet man 3 Formen der Aortenstenose:

  • Subvalvuläre Aortenstenose
  • Valvulare Aortenstenose
  • Supravalvuläre Aortenstenose

Ursache

Wie bei allen anderen angeborenen Herzdefekten spielt eine gewisse genetische bzw. Rasseprädisposition eine Rolle. Häufig betroffene Rassen sind Boxer, Golden Retriever, Neufundländer, Deutsche Doggen, Terrier aller Größen, Rottweiler und der Deutsche Schäferhund.

Symptome

Die Klinik ist je nach Schweregrad unterschiedlich. Bei leichter bis mittlerer Aortenstenose zeigen die Tiere in Ruhe keine Symptome. Bei körperlicher Belastung können jedoch vermehrtes bzw. langanhaltendes Hecheln oder verlängerte Erholungsphasen auffällig sein. Bei schwerer Aortenstenose ist eine Leistungsschwäche auffällig, auch können Synkopen auftreten und die Tiere plötzlich umfallen.

Diagnose

Bei der Untersuchung wird ein Herzgeräusch festgestellt. Im Röntgen ist nur bei schwerer Erkrankung eine Veränderung am Aortenbulbus zu sehen. Das EKG kann bei einer Herzrhythmusstörung ventrikuläre Extrasystolen zeigen. Diagnosemittel der Wahl ist der Herzultraschall, bei dem auch die schwere der Aortenstenose festgestellt werden kann.

Therapie

Bei milder Aortenstenose bzw. bei asymptomatischen Patienten ist keine Therapie erforderlich. Ein jährlicher Herzultraschall wird aber empfohlen. Bei mittlerer oder schwerer Stenose können Beta-Blocker verabreicht werden. Symptomatische Hunde erhalten immer eine Therapie mittels Beta-Blocker, bzw. bei EKG-Auffälligkeiten Antiarrhythmika. Im Endstadium der Erkrankung werden Herzmedikamente (z.B. Pimobendan) oder eine Entwässerung ergänzt. Eine operative Intervention ist nur in Ausnahmefällen indiziert.

Quellen

  • Tierkardiologie LMU
  • Praxis der Kardiologie von Hund und Katze; Modler et al.