Augenheilkunde2020-06-11T10:25:28+00:00

Augenheilkunde (Ophthalmologie)

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ZU DEN ANSPRECHPERSONEN
    In der Augenheilkunde bestehen viele Parallelen zur Humanmedizin, jedoch gibt es auch einige sehr spezifische Erkrankungen bei unseren Haustieren. Wie beim Menschen kommen Hornhauterkrankungen, trockene Augen, Entzündungen im Augeninneren, Lidverletzungen oder -fehlstellungen, Tumore wie auch Trübungen der Linse (Grauer Star), Augenhochdruck (Grüner Star) und diverse Netzhauterkrankungen vor. Tierspezifische Erkankungen wie die Schäferkeratitis, der Nickhautdrüsenprolaps (Cherry Eye) oder die SARD (Sudden Required Retinal Degeneration) stellen spezielle Anforderungen an den Tierarzt.

Spezielle Untersuchungsmethoden in der Augenheilkunde

  • allgemeine Augenuntersuchung
  • Tonometrie (Augeninnendruckmessung)

Augeninnendruckmessung

  • Gonioskopie (Untersuchung des Kammerwinkels)
  • Schirmer Tränentest (Messung der Tränenproduktion)
  • ophthalmologische Färbemethoden (Fluoresceine)

Fluoresceine

  • Ultraschall der inneren Strukturen des Auges (vorder Augenkammer, Linse, hintere Augenkammer, Netzhaut)
  • Spaltlampenuntersuchung (Untersuchung des vorderen Augenabschnitts)

Augenoperationen

  • Lidchirurgie
  • Hornhautchirurgie
  • Enukleation
  • Operationen an den tränenabführenden Strukturen
  • Linsenextraktion

Behandlungsmöglichkeiten

Generell sollten solche Veränderungen am Auge engmaschig kontrolliert werden. Eine Vorstellung beim Tierarzt alle 4-6 Monate ist zu empfehlen. Außerdem sollten zuhause regelmäßig Fotos aufgenommen werden, um den Fortschritt objektiv beurteilen zu können.

Die Expertenmeinung bei solchen Problemen sieht vor, Augen, die schnell wachsende Veränderungen aufweisen, zu enukleieren, das heißt zu entfernen und einem Pathologen zu schicken, um festzustellen um welche Veränderung es sich handelt und gegebenenfalls Nachbehandlungen zu treffen. Es besteht immer ein Restrisiko, dass ein gesundes Auge entfernt wird, allerdings handelt es sich eher um ein kosmetisches Problem, da Tiere auch mit einem Auge gut leben können.

Häufige Erkrankungen des Auges

Hornhautverletzungen

Die Hornhaut ist ein Bestandteil der Augenhülle. Sie übernimmt zum Teil die Lichtbrechung und stellt so einen wichtigen Bestandteil des Sehvorganges dar. Hornhautverletzungen können verschiedene Ursachen haben. Oft entstehen sie durch Kämpfe mit Artgenossen, aber auch Fremdkörper jeglicher Art (Äste, Gräser, …) können verantwortlich sein. Leidet das Tier unter einem trockenen Auge, kann auch dies zu Defekten führen. Klinisch zeigen unsere Vierbeiner eine gerötete und geschwollene Lidbindehaut (Konjunktivitis, Chemosis), Zusammenkneifen der Augenlider (Blepharospasmus), Augenausfluss, eine Trübung der Hornhaut und nicht selten ist auch das Allgemeinverhalten aufgrund der Schmerzen reduziert.

   

Keratokonjunktivitis sicca (KCS)

Das Hauptproblem bei dieser Erkrankung ist das Vorliegen eines trockenen Auges. Es wird nicht genügend Tränenflüssigkeit produziert. Diese ist wichtig für das Gleiten der Lider über die Hornhaut und Bindehaut und sorgt für die Ernährung der Hornhaut. Ist dieses System gestört kommt es zu Entzündungen und Schädigungen im Auge.

Bindehautentzündung

Bindehautentzündungen können infektiöser und nicht-infektiöser Natur sein. Auch sekundär zu vielen anderen Augenerkrankungen können diese auftreten. Charakteristisch ist eine gerötete und geschwollene Lidbindehaut. Weiters kann es zu Augenausfluss und Juckreiz kommen.

Glaukom (grüner Star)

Der Grüne Star ist durch einen Anstieg des Augeninnendrucks gekennzeichnet. Wird dieser nicht behandelt, kommt es schnell zur Erblindung des Auges. Symptome können Schmerzhaftigkeit, Trübung und Rötung des Auges sein. Die Pupille ist meist weit und reagiert oft nicht auf Lichtreize.

Katarakt (grauer Star)

Beim Grauen Star kommt es zur Linsentrübung. Je nachdem wie weit fortgeschritten diese ist, ist das Sehvermögen mehr oder weniger beeinträchtigt. Das Problem ist nicht nur der Visusverlust sondern auch mit der Katarakt einhergehende Entzündungen im Auge. Eine Katarakt kann erblich bedingt sein oder infolge systemischer Erkrankungen (Diabetes mellitus, Infektionen, etc.) auftreten.

Lidrandtumore

Hierbei handelt es sich um Umfangsvermehrungen, die am Lidrand zu finden sind. Beim Hund sind diese Umfangsvermehrungen zumeist (in ¾ der Fälle) gutartig und sollten entfernt werden bevor sie zu groß zum Entfernen sind. Bei Katzen treten solche Veränderungen wesentlich seltener auf, sind aber öfter bösartig.

traumatischer Bulbusprolaps

Mit diesem Krankheitsbild werden uns oft Tiere nach Unfällen vorgestellt. Gekennzeichnet ist es durch einen Vorfall des Augapfels aus der Augenhöhle. Es handelt sich hierbei um einen Notfall! Das Auge ist nicht mehr an seinem eigentlichen Platz, ist gerötet und schmerzhaft.

Entropium/Ektropium

Beim Entropium kommt es zum pathologischen Einrollen des Lids. Dadurch wird die Kornea durch die dem Lid aufsitzenden Wimpern gereizt. Dauert der Zustand lange an, kann es zu Ulzerationen und Pigmentierung der Hornhaut kommen. Das Gegenteil vom Entropium ist das Ektropium. Hierbei kommt es zum Ausrollen des Lids. Das Lid liegt somit nicht mehr dem Augapfel an und die Lidbindehaut ist Umgebungsreizen exponiert.

Fehlbewimperung

Durch Fehlbewimperungen kommt es zu chronischen Reizungen der Hornhaut. Daraus resultieren eine andauernde Entzündung und die Gefahr von Ulzerationen.

Iristumor

Kommt es zu Flecken und Verfärbungen in der Iris, ist eine Unterscheidung zwischen einer Pigmentierung und einem Melanom oft schwierig. Sind die Veränderungen nicht erhaben, eher langsam wachsend und verursachen auch sonst keine Veränderungen im Auge ist eine Pigmentierung naheliegend.

Ansprechpartner für Ophthalmologie

Mag. Nicole Klausner

Dermatologie
Ophthalmologie

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