Endoskopie2020-07-03T10:16:44+00:00

Endoskopie

Die Endoskopie ermöglicht einem die Darstellung der Inneren Organe mittels einer eingeführten Kamera. Ohne chirurgische Eröffnung können Organe durch natürliche Öffnungen genauestens betrachtet werden (Nase,  Magen, Darm, Lunge, Harntrakt). Außerdem können durch kleine Kanäle, so genannte “ports”, Körperhöhlen wie der Brustkorb oder die Bauchhöhle (Thorakoskopie, Laparoskopie) oder Gelenke (Arthroskopie) minimalinvasiv untersucht werden. Es können beispielsweise Fremdkörper entfernt werden oder unter visueller Kontrolle gezielte Proben von Gewebsveränderungen entnommen werden. Auch komplett Eingriffe wie beispielsweise Kastrationen sind mittels dieser – auch Schlüssellochtechnik genannten – Methode ebenfalls mit minimalem Trauma und somit schonend für die Patienten möglich.
Moderne Endoskope sind High-tech Geräte, die aus einem Stab oder einem flexiblen Schlauch bestehen, in den Kamerachip, Lichtleiter, Linsen und Arbeits- bzw. Spülkanäle eingearbeitet sind um eine Vielzahl von Untersuchungen zu ermöglichen. Die Endoskope werden an einen Videoprozessor und eine Lichtquelle angeschlossen um das Bild zu generieren und übertragen zu können. Dank der neuesten Technik ist es uns möglich gestochen scharfe und vergrößerte Bilder zu erhalten, damit die betroffene Region genauestens untersucht werden kann.

Je nach Einsatzgebiet ist zur Endoskopie ein starres oder ein flexibles Endoskop geeignet. Wo ein starres Endoskop nicht hingelangen kann, kommen zur Endoskopie flexible Endoskope zum Einsatz. Für unterschiedlich große Patienten braucht man unterschiedliche Endoskope und für jede Indikation braucht es andere Instrumente. Eine kostspielige und zerbrechliche Angelegenheit. In der Tierklinik St. Pölten haben wir für jede Fragestellung das passende Endoskop zur Verfügung um in gewohnt höchster Qualität unsere Patienten versorgen zu können. Von der kleinsten Katze bis zur größten Dogge.

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Die häufigsten endoskopischen Untersuchungen sind die

Rhinoskopie

Die Nasenspiegelung (Rhinoskopie) ist die Endoskopie der Nasengänge. Sie findet bei Nasenausfluss, Nasenbluten, nasale Atemgeräusch oder Rückwärtsniesen Einsatz. Bei der Rhinoskopie können chronische Entzündungen, Fremdkörper, Tumoren oder Pilzinfektionen erkannt werden.

Otoskopie

Die Ohrspiegelung (Otoskopie) ist die Endoskopie des Gehörganges und bietet auch Einsicht auf das Trommelfell. Sie ermöglicht eine Ohrreinigung unter Sicht, die Entfernung von Fremdkörpern und Polypen sowie eine Probenentnahme.

Gastroskopie

Eine Magenspiegelung (Gastroskopie) ist ein Verfahren, bei dem man mit dem Endoskop das Innere des Magens betrachten kann. Das Endoskop wird durch das Maul des Tieres in den Magen eingeführt, wodurch dessen Schleimhaut, der Magenausgang und die ersten Darmabschnitte beurteilt werden können. Während der Endoskopie lassen sich Veränderungen wie Magengeschwüre (Ulzera), Tumoren oder Polypen (Ausstülpungen der Magenschleimhaut) erkennen und gegebenenfalls Gewebeproben (Biopsien) entnehmen.  Weiters können verschluckte Fremdkörper mit speziellen Instrumenten auf schonende Weise entfernt werden.

Bronchoskopie

Die Lungenspiegelung (Bronchospkopie) beginnt mit einer funktionellen Untersuchung der oberen Atemwege (Rachenraum, Kehlkopf). Das Bronchoskop ist ein spezielles Endoskop für die Atemwege. Fremdkörper, kleine Verletzungen oder Entzündungen, auch Tumore können so ermittelt werden. An auffälligen Stellen können Proben entnommen werden. Ziel der BAL (bronchoalveoläre Lavage) ist die Gewinnung von Zellen aus den unteren Atemwegen. Diese Zellen können Aufschluss über die Ursache der Atemwegserkrankung geben (z.B. bakterielle Infektion)

Grashalm im Rachen

Aufzweigung der Hauptbronchien

Koloskopie

Eine Darmspiegelung (Koloskopie) beim Tier ist ein Verfahren, bei dem die innere Struktur des Dickdarms beurteilt werden kann. Es können Polypen, Verengungen sowie Anzeichen für Entzündungen und Tumoren festgestellt werden. Koloskopien erfordern einen vollständig entleerten Enddarm, da sonst die Sicht zu sehr beeinträchtigt wird.

Zystoskopie

Eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) wird bei dem Verdacht auf chronische Infektionen, Blut im Urin, schmerzhaftem Harndrang, Inkontinenz, Traumata, Blasensteinen, ektope Ureter (Fehlmündung des Harnleiters) und Tumore durchgeführt.

Vaginoskopie

Vaginoskopie ist die Endoskopie der Scheide. Diese wird bei Scheidenausfluss, Blutungen, Umfangsvermehrungen, Traumata, Inkontinenz, Verdacht auf Fremdkörper und schmerzhaftem Urinabsatz durchgeführt.

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