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orthopädische Chirurgie2019-05-13T23:04:24+00:00

orthopädische Chirurgie

Zum Gebiet der orthopädischen Chirurgie zählen die Korrektur von angeborenen und erworbenen Krankheiten des Bewegungsapparates (Knochen, Gelenke, Sehnen, Bänder und Muskeln) und die Versorgung von Frakturen (Knochenbrüchen).

Diagnose

Die ordentliche Vorabklärung von orthopädischen Problemen ist sehr wichtig um eine möglichst zielgerichtete Versorgung des Problems gewährleisten zu können. Abgesehen von einer guten klinischen Untersuchung ist die Bildgebung ein essentieller Bereich. Eingesetzt werden hierfür Röntgen, Computertomographie (CT), Arthroskopie und teilweise auch der Ultraschall. Röntgenbilder zählen zum Standard bei der Vorabklärung von orthopädischen Problemen. So können Frakturen, Fehlstellungen, … schnell und meist auch zuverlässig diagnostiziert werden. In speziellen Fällen ist eine CT sinnvoll, wodurch Knochen als auch Weichteilstrukturen (Sehnen, Bänder, Muskeln, …) in Schnittbildern dargestellt werden können. So ist es möglich dreidimensionale Darstellungen und Schnitte aus allen Ebenen anzufertigen. Auch die minimalinvasive Diagnostik mittels Arthroskopie stellt ein modernes Verfahren dar, um über nur wenige Millimeter große Zugänge einen Einblick in Gelenke (Knie, Schulter, Ellbogen und Hüfte) zu erhalten. Mit dem Ultraschall können hpts. Weichteile dargestellt werden. Probleme mit Bändern, Sehnen, entzündeten Gelenken sind somit oft gut darstellbar.

Therapie

Eine Vielzahl von Techniken steht zur Korrektur von orthopädischen Grunderkrankungen zur Verfügung.

Angeborene Erkrankungen des Bewegungsapparates stellen leider bei gewissen Rassen ein häufiges Problem dar. Besonders häufig kommen Kniescheibenluxationen, Ellbogendysplasien, Hüftdysplasien und andere Fehlstellungen der Extremitäten vor. Die frühzeitige Korrektur dieser Erkrankungen kann schweren Spätfolgen vorbeugen.Auch der Kreuzbandriss soll an dieser Stelle genannt werden, wobei gewisse Rassen besonders häufig betroffen sind. Durch die Korrektur des Tibaplateaus oder dem künstlichen Ersatz des gerissenen Bandes kann so Abhilfe geschaffen werden.

Nach einem Unfall stellen Knochenbrüche ein häufiges Problem dar. Nach der Stabilisierung des Patienten und einer ausreichenden Vorabklärung (Röntgen, CT, …) können diese versorgt werden. Meist stellt die Fixierung mit einer Platte und Schrauben die beste Möglichkeit dar, wobei hierfür zunehmend winkelstabile Systeme (deutlich höhere Festigkeit) auf dem Vormarsch sind. In einigen Fällen kann auch ein externer Fixateur eine gute Möglichkeit sein einen Knochenbruch zu stabilisieren.