Tierklinik St. Pölten / Chirurgie / orthopädische Chirurgie
orthopädische Chirurgie2020-03-25T23:57:14+00:00

orthopädische Chirurgie

Ansprechpartner für orthopädische Chirurgie

Dr. Marlis Wiebogen-Wessely, Dipl. ECVS

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Weichteilchirurgie

Dr. Martin Riegler

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Neurochirurgie
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Leistungen

Unfallchirurgie

  • Frakturen
  • Luxationen

Erkrankungen der Gelenke:

  • Operationen des Kniegelenks
    • Versorgung von Kreuzbandrissen
    • Patellaluxation
  • Operationen bei Erkrankungen des Hüftgelenks
  • Operationen des Ellenbogengelenks
    • FCP
    • IPA
    • OCD
  • Operationen bei Erkrankungen des Schultergelenks
  • Operationen an Karpal- und Tarsalgelenk

Zum Gebiet der orthopädischen Chirurgie zählen die Korrektur von angeborenen und erworbenen Krankheiten des Bewegungsapparates (Knochen, Gelenke, Sehnen, Bänder und Muskeln) und die Versorgung von Frakturen (Knochenbrüchen).

Diagnose

Die ordentliche Vorabklärung von orthopädischen Problemen ist sehr wichtig um eine möglichst zielgerichtete Versorgung des Problems gewährleisten zu können. Abgesehen von einer guten klinischen Untersuchung ist die Bildgebung ein essentieller Bereich. Eingesetzt werden hierfür Röntgen, Computertomographie (CT), Arthroskopie und teilweise auch der Ultraschall. Röntgenbilder zählen zum Standard bei der Vorabklärung von orthopädischen Problemen. So können Frakturen, Fehlstellungen, … schnell und meist auch zuverlässig diagnostiziert werden. In speziellen Fällen ist eine CT sinnvoll, wodurch Knochen als auch Weichteilstrukturen (Sehnen, Bänder, Muskeln, …) in Schnittbildern dargestellt werden können. So ist es möglich dreidimensionale Darstellungen und Schnitte aus allen Ebenen anzufertigen. Auch die minimalinvasive Diagnostik mittels Arthroskopie stellt ein modernes Verfahren dar, um über nur wenige Millimeter große Zugänge einen Einblick in Gelenke (Knie, Schulter, Ellbogen und Hüfte) zu erhalten. Mit dem Ultraschall können hauptsächlich Weichteile dargestellt werden. Probleme mit Bändern, Sehnen, entzündeten Gelenken sind somit oft gut darstellbar.

Häufige orthopädische Operationen

TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomy)

Bei der TPLO wird ein Teil des Schienbeinkopfes kreisförmig ausgeschnitten und so verdreht, dass das “Tibiaplateau” weiter nach vorne geneigt ist und der Oberschenkelknochen somit nicht mehr nach hinten abgleiten kann. Der erforderliche Winkel wurde vorbereitend über die Erstellung von Röntgenaufnahmen exakt berechnet. Das Knochensegment wird mit einer winkelstabilen Platte wieder verschraubt. Die auf das Kniegelenk einwirkenden Kräfte werden durch die veränderte Position quasi neutralisiert.

Ein wesentlicher Vorteil der TPLO: auch Patienten mit eingerissenem Kreuzband können operiert werden und man muss nicht warten bis dieses zur Gänze durchreißt.

Präoperative Röntgenaufnahme zur Bestimmung des Tibiaplateauwinkels (TPA)

   

Postoperative Röntgenaufnahmen zur Überprüfung des korrekten Sitzes des Implantats

Patellaluxation

Die temporäre Ausrenkung der Kniescheibe stellt bei vielen kleinen Hunderassen einen häufigen Befund dar. Die Symptome sind meist nicht sehr schwerwiegend, können sich jedoch im Laufe der Zeit verschlimmern. Die Erkrankung wird in vier verschiedene Schweregrade eingeteilt. Während eine gelegentliche Luxation der Kniescheibe ohne schwere Symptome nicht unbedingt eine Operation erfordert, ist in gewissen Fällen eine chirurgische Vorgehensweise empfehlenswert.

Typischerweise werden bei der Operation verschiedene Techniken kombiniert:

  • Vertiefung des Sulcus intercondylaris: Die Grube in welcher die Patella läuft wird vertieft, damit die Kniescheibe nicht so leicht rausspringen kann. Diese kann entweder als Keil oder als Block durchgeführt werden, welches von den funktionellen Zuständen abhängt.
  • Versetzung der Tuberositas tibiae: Meist ist eine Krümmung am Ober- / Unterschenkel Ursache für das Raushüpfen der Kniescheibe. Wenn der Ansatz des Kniescheibenbandes nach aussen Versetzt wird, verhindert dies ein Rausspringen nach innen.
  • Faszienraffung: Beim Verschluss des Kniegelenkes im Rahmen der Operation, wird die Kniegelenkskapsel auf der Aussenseite gerafft (enger vernäht) um einen Zug an der Kniescheibe nach aussen zu erzeugen. Dies beugt ebenfalls dem Rausspringen der Patella nach innen vor.
  • Umstellungsostotomie: Bei besonders starken Verbiegungen des Ober- / Unterschenkels ist manchmal eine Korrektur der Achsen der Knochen notwendig, damit die Kniescheibe nicht mehr herausspringt.
  • damit die Kniescheibe nicht mehr herausspringt.

Frakturversorgung

Bei der Behandlung von Frakturen muss zunächst das Gesamtbild des Patienten erfasst werden. Infolgedessen kann man einen auf den Patienten abgestimmten Behandlungsplan erstellen. Die Stabilisierung des Patienten und die Behandlung von lebensbedrohlichen Verletzungen steht im Vordergrund. Lungenverletzungen und Verletzungen von inneren Organen sind häufige Begleitverletzungen bei Patienten mit Frakturen nach Traumata.

Unverzichtbar vor der Operation ist die Bildgebung. Ein Röntgenbild oder in manchen Fällen auch eine CT-Aufnahme, geben uns wichtige Informationen für die Frakturversorgung, wodurch die OP ideal geplant werden kann.

In der Tierklinik St. Pölten bieten wir alle gängigen Frakturversorgungstechniken wie Verplattung, Nagelung, Verschraubung und externe Fixation gemäß den neuesten Standards der Medizin an. Die optimale Versorgung der Patienten ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

 

Radius-Ulna Fraktur

 

distale Humerusfraktur

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